Arztpraxen müssen ihre IT-Systeme besser schützen

Welche konkreten Maßnahmen müssen Praxen ergreifen, wenn es unter anderem um die Sicherheit in ihren Netzwerken geht? Welche Anforderungen sind zu erfüllen? Klar ist: „Ein Weiter so wie bisher“ gibt es nicht mehr. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV erwartet, dass Praxen ihre IT-Systeme und Daten künftig besser schützen. Mit klaren Vorgaben – Online-Plattform www.kbv.de – will die KBV erreichen, dass Risiken wie Datenverlust oder gar ein kompletter Betriebsausfall minimiert werden. Zudem müssen gerade die sensiblen Patientendaten noch sicherer verwaltet werden können. Auf der Online-Plattform der KBV ist unter anderem einsehbar, wie beispielsweise der seit Anfang April erforderliche Netzplan für interne Netzwerke aufgebaut sein muss. Das stellt Praxen mitunter vor Herausforderungen, denn sie müssen ihre Netzwerkinfrastruktur gegebenenfalls grundlegend erneuern. Die Praxisinhaber stehen dafür in der Verantwortung.

Hinter dem Gesamtvorhaben der Sicherheitsverschärfung steht der Gesetzgeber. Im „Digitale-Versorgung-Gesetz“ (www.bundesgesundheitsministerium.de) beauftragte er die KBV und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) damit, eine IT-Sicherheitsrichtlinie für alle Praxen zu entwickeln, die wiederum im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erstellt und jährlich aktualisiert werden muss.

Gerade die Netzwerke in den Praxen sind kritische Bereiche. In vielen Unternehmen wie auch Praxen entsprechen sie nicht mehr dem Stand der Technik. Im Backend sind adäquate Sicherheitstechnologien aber unerlässlich, will man die IT im Frontend mit seinen sensiblen Geräten richtig schützen. „Wir haben diesen Bereich im Fokus und bieten moderne Netzwerktechnologien für kritische Infrastrukturen“, sagt der CEO von Voleatech, Sven Auhagen. „Arztpraxen gehören für uns zu den kritischen Bereichen, die besonders geschützt werden müssen.“ Das Unternehmen aus Süddeutschland setzt bei seinen Next Generation Firewalls auf deutsches Engineering. Viele Kunden fordern inzwischen deutsche Technologie für kritische Bereiche. „Ein Trend, den wir zunehmend wahrnehmen“, so Auhagen. „Unsere VT AIR-Technologie entspricht diesem Ansatz.“ Die Nachfrage nach vertrauenswürdiger Netzwerktechnologie wächst auch seitens der zertifizierten IT-Dienstleister, die die Praxen betreuen. Und das hat auch seinen Grund: Die KBV beispielsweise fordert, dass „der Übergang zu anderen Netzen insbesondere das Internet durch eine Firewall geschützt werden muss“. Und zwar durch Firewalls, die dem Stand der Technik entsprechen. Moderne, vertrauenswürdige Netzwerktechnologien sind also kein nice-to-have, sondern ein Muss. Die Anforderungen an das Backend steigen – es besteht Handlungsbedarf.

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